Ecce sacerdos magnus

Der antiphonische Gesang "Ecce Sacerdos magnus" ist Teil einer Motette von Anton Bruckner aus dem Jahr 1885.
Bruckner komponierte das vier- bis siebenstimmige Chorwerk für die Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Bistums Linz. Die Uraufführung erfolgte allerdings erst 1912. Der Gesang soll den feierlichen Einzug des Bischofs untermalen und trägt aufgrund der Instrumentierung (Satz für Orgel und drei Posaunen) einen monumentalen Charakter, der an das Te Deum erinnert.
Die textliche Vorlage des aus einem Antwortgesang mit Versikel und Doxologie bestehenden Hymnus findet sich im "Ordo ad recipiendum processionaliter Episcopum". Darin werden Anspielungen auf das Alte und Neue Testament gemacht, besonders auf Passagen, in denen Gottes Bund mit den gerechten Vätern (Noah, Abraham, Isaak) und die Würde des Hohepriesters Jahwes gepriesen wird (Gen 22,16-17, Sir 44,17.21-23, Hebr 5,9-10.6,13).
Literatur
AUER, Max, Anton Bruckner als Kirchenmusiker, Regensburg 1927, S. 80-82.
MAIER, Elisabeth, Ecce sacerdos magnus, in: HARTEN, Uwe (Hg.), Anton Bruckner. Ein Handbuch, Salzburg / Wien 1996, S. 139 f.
Empfohlene Zitierweise
Ecce sacerdos magnus, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 22044, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/22044. Letzter Zugriff am: 08.08.2022.
Online seit 18.09.2015.
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