Benediktinische Kongregation von Subiaco

Die Kongregation von Subiaco, auch Sublazenser Kongregation genannt, ist eine Kongregation des Benediktinerordens. Sie wurde im 19. Jahrhundert vom Benediktinerabt Pier Francesco Casaretto gegründet und ist eine Abspaltung der altcassinesischen Kongregation. 1851 als Sublazenser Provinz innerhalb der Cassianischen Kongregation gegründet, trennte sie sich 1867 weitgehend und bildet seit 1872 eine eigene Kongregation.
Die ursprüngliche Verfassung war zentralistisch, Abt Cassaretto war der Generalabt, der die Jurisdiktion über alle Mönche und Provinzen hatte. Die Kongregation war gegliedert in Provinzen und einzelne Häuser. Der Generalabt wurde für 12 Jahre vom Generalkapitel gewählt, wie die Visitatoren, die die Provinzen leiteten. 1880 begann eine Dezentralisierung. Nun wählte jede Abtei mit Zweidrittelmehrheit ihren Abt auf Lebenszeit, Bezugsobjekte des Stabilitätsgelübdes wurden die Einzelabteien, nicht mehr die Kongregation, der Generalabt verlor seine umfassende Vollmacht über die Provinzen und Häuser.
1935 verfügte die Kongregation unter einem Generalabt über 6 Provinzen, 22 Abteien, 7 Priorate, 22 Schulen bzw. Institute, 4 Seminare, 10 Kollege und 1.524 Religosen.
Literatur
Benediktiner; Schlagwort Nr. 2088.
LUNARDI, Giovanni, Congregazione Benedettina Sublacense, in: Dizionario degli Istituti di Perfezione 2 (1975), Sp. 1503-1507.
REDLICH, Virgil, Subiaco, in: Lexikon für Theologie und Kirche 9 (1937), Sp. 875 f.
YUEN, Marvin, Benediktinisches Ordensrecht in Entwicklung und Gegenwart. Darstellung und Vergleich mit dem Kommunalrecht (Münsterische Beiträge zur Rechtswissenschaft 3), S. 187 f.
Empfohlene Zitierweise
Benediktinische Kongregation von Subiaco, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 23067, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/23067. Letzter Zugriff am: 28.09.2022.
Online seit 23.07.2014, letzte Änderung am 10.09.2018.
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