Dokument-Nr. 14732
Pacelli, Eugenio an Sbarretti, Donato Raffaele
Berlin, 04. März 1929

Regest
Pacelli sendet dem Präfekten der Konzilskongregation Sbarretti zum einen ein Schreiben des Fuldaer Bischofs Schmitt an den Papst über die Besetzung von Benefizien sowie zum anderen das zugehörige Amtsblatt für die Diözese Fulda zurück. Wie Schmitt richtig feststellt, unterscheidet das kanonische Recht bei der Besetzung von Benefizien zwei Akte: die collatio beneficii auf der einen und die missio in possessionem respektive institutio corporalis auf der anderen Seite. Handelt es sich nicht um Konsistorialbenefizien, so liegt die missio in possessionem respektive institutio corporalis beim Ordinarius, der sie an einen andere Geistlichen delegieren kann. Der CIC/1917 lässt in dieser Frage nach Einschätzung Pacellis insgesamt viel Raum für partikular- und gewohnheitsrechtliche Regelungen. Infolge von Meinungsverschiedenheiten fragte der Olmützer Erzbischof Bauer im Jahr 1908 bei der Konzilskongregation nach der Bedeutung der Worte "adepta possessio" im Dekret "Ne temere" vom 2. August 1907. Pacelli zitiert aus Bauers Schreiben, in dem der Erzbischof erläuterte, dass in seiner Erzdiözese die Kollation der Benefizien in einem doppelten Akt geschieht. Das erzbischöfliche Ordinariat interpretierte die Antwort der Konzilskongregation dahingehend, dass unter "adepta possessio" die Investitur zu verstehen ist. Pacelli zitiert die Auslegungen der Kirchenrechtler De Smet für Belgien, Vlaming für Holland und Haring für Österreich. Für Deutschland zitiert der Nuntius den protestantischen Kirchenrechtler Hinschius nach einer Darstellung aus dem Jahr 1880. Hier erfolgt die Besitzeinweisung des Amtes in der Regel durch den Dekan oder Erzpriester, der in jedem Einzelfall einen besonderen Auftrag des Bischofs oder des Ordinariats erhält. Die Zeremonie findet bei Pfarrern in der Pfarrkirche im Rahmen einer religiösen Feier statt, bei der bestimmte Symbole übergeben werden. Die zeitgenössischen Kirchenrechtler äußern sich allerdings auf unterschiedliche Weise. Der Nuntius zitiert zuerst den Münchener Kirchenrechtler Eichmann, der die missio in possessionem und die institutio corporalis als zwei verschiedene Akte versteht. Anschließend zitiert Pacelli den Paderborner Kirchenrechtler Linneborn, der in der Installation ebenfalls eine Zeremonie ohne rechtliche Bedeutung sieht. Leitner hingegen, den Pacelli ebenfalls zitiert, erkennt diese Methode der Besitzeinweisung zwar an, zieht als Begründung dafür aber die Befugnis des Ordinarius heran, von der Investitur dispensieren zu können.
Der Nuntius beschreibt die praktische Durchführung der Besitzeinweisung in Deutschland, die selbst innerhalb derselben Kirchenprovinz unterschiedlich ausfallen kann. Zwar beschloss die niederrheinische Kirchenprovinz am 20. Februar 1918 Regelungen zur institutio corporalis, um zu einer gemeinsamen Praxis zu gelangen, doch diese wurden nie umgesetzt. Der Nuntius unterscheidet in dieser Frage zwei Gruppen von Diözesen in Deutschland. In der ersten Gruppe findet die missio in possessionem gemäß Kanon 1443 unmittelbar nach dem Glaubensbekenntnis im bischöflichen Ordinariat statt. Die spätere Einführung oder Einsetzung durch den Dekan wird als einfache Zeremonie ohne rechtliche Wirkung angesehen. Zu dieser Gruppe gehört die Diözese Fulda. Um die bestehenden Unsicherheiten zu beseitigen, erließ der bereits genannte Bischof Schmitt am 23. Juni 1927 die Anordnung, dass der neue Pfarrer an demselben Tag, an dem ihm nach dem Kollationsdekret die Pfarrei übertragen wird, im Generalvikariat zum Glaubensbekenntnis erscheinen muss. Zu dieser Gruppe von Diözesen gehört auch Paderborn. Hier wird zuerst die kanonische Einsetzung durch das Kollationsdekret vollzogen und anschließend begibt sich der neu gewählte Pfarrer ins Generalvikariat, um das Glaubensbekenntnis und den Antimodernisteneid abzulegen. Pacelli zitiert die alten Eide, die der Pfarrer betreffend die treue Erfüllung seines Amtes und der missio in possessionem zu leisten hat. Der neue Pfarrer ist von diesem Tag an befugt, alle Funktionen in seiner Pfarrei auszuüben. Die feierliche Einführung in seine Pfarrei ist ohne rechtliche Wirkung. Zur gleichen Gruppe von Diözesen gehört auch das Erzbistum Köln. Auch hier wird die missio in possessionem direkt nach dem Glaubensbekenntnis, dem Antimodernisteneid und dem Eid auf Erfüllung des Amtes vollzogen. Die anschließende feierliche Einführung ist auch hier ohne rechtliche Wirkung. Ähnliche Regelungen gelten in den Diözesen Eichstätt, Augsburg, Mainz, Passau, Regensburg, Speyer und in der Erzdiözese München-Freising. In der zweiten Gruppe von Diözesen erfolgt die Inbesitznahme mit der Einsetzung des neuen Pfarrers in seiner Pfarrkirche durch den Ordinarius oder den Dekan. In der Diözese Breslau prüft der Ordinarius oder der Erzpriester bei der feierlichen Einführung des neuen Pfarrers die Einsetzungsurkunde, übergibt ihm die Schüssel der Kirche und führt ihn anschließend hinein. Dort verliest der neue Pfarrer die Investitur, spricht das Glaubensbekenntnis und leistet den Antimodernisteneid. Pacelli zitiert die Formel, die der Ordinarius oder der Erzpriester abschließend spricht. Ähnlich wird in der Erzdiözese Freiburg, in den Diözesen Limburg, Münster, Rottenburg und Trier verfahren. Nach Pacellis Auffassung scheint dieser zweite Weg besser dem Konzept der missio in possessionem oder institutio corporalis zu entsprechen, wie es Kanon 334 CIC/1917 für residierende Bischöfe vorschreibt. In Anbetracht der Weite des Kanons 1444 und der Antwort der Konzilskongregation auf die oben genannte Frage des Olmützer Bischofs scheint nach Ansicht des Nuntius aber auch die Methode gültig zu sein, die der Fuldaer Bischof Schmitt in seinem genannten Dekret einführte. Da Pacelli nicht alle Unterlagen vorliegen, wagt er es nicht, ein Urteil zum ersten Dubbium betreffend die Regelungen in früheren Zeiten abzugeben. Er weist lediglich darauf hin, dass nach Ansicht der Kanonisten bereits vor dem neuen kirchlichen Gesetzbuch die Kollation der Pfründe als ein anderer Akt angesehen wurde als die Besitzergreifung oder institutio corporalis.
Betreff
Esposto del Revmo Mons. Giuseppe Damiano Schmitt, Vescovo di Fulda, circa la missio in possessionem per i nuovi parroci
Eminenza Reverendissima,
Insieme ai due relativi Allegati, che compio il dovere di ritornare qui acclusi, mi pervenne il venerato Dispaccio dell'Eminenza Vostra Reverendissima N. 2233/28 in data del 6 Novembre 1928.
Come il Revemo Mons.  Vescovo di Fulda osserva nella sua supplica, il Codice di diritto canonico distingue nella provvista dei benefici due atti: la collatio beneficii e la missio in possessionem o institutio corporalis. "In iure (così la S. C. Ep. et Reg., Lincien., 19 Sept. 1862, in Codicis iuris canonici Fontes , vol. IV, pag. 970) triplex canonicae institutionis species habetur, ita Gloss. in cap.  Beneficium, circa med., de reg. iur., in 6: Dicendum quod triplex est institutio: [']quaedam est institutio collativa; alia est institutio auctorizabilis [sic] quoad commissionem curae animarum; alia est institutio realis et actualis, quae vocatur investitura seu inductio in possessionem realem et corporalem[']. Nemo, ut notat Reiffenstuel, lib. 3 tit. 7 num. 4, generaliter loquendo in possessionem immitti proprio marte valet: et hodie ius immittendi in possessionem ad Episcopum seu eius delegatum spectat
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ex. cap.  Licet Episcopus 28, de praeben. in 6."
La missio in possessionem o institutio corporalis, se si tratta di benefici non concistoriali, spetta, anche a norma del Codice (can. 1443 § 2), all'Ordinario del luogo, che può a tal uopo delegare un altro ecclesiastico. Essa deve esser fatta secondo il modo prescritto per diritto particolare od ammesso per legittima consuetudine; l'Ordinario può tuttavia dispensare da esso per iscritto; nel qual caso la dispensa tien luogo della presa di possesso (can. 1444 § 1). La presa di possesso del beneficio può esser compiuta anche per mezzo di un procuratore avente un mandato speciale (can. 1445).
Il Codice di diritto canonico lascia dunque largo campo al diritto particolare ed alle legittime consuetudini.
Nel 1908 il Revmo  Arcivescovo di Olmütz, in seguito a divergenze di opinioni manifestatesi al riguardo, interrogò cotesta S. Congregazione sul senso delle parole "adepta possessio" del Decreto "Ne temere" del 2 Agosto 1907. Nella relativa supplica, in data del 2 Marzo d. a., egli esponeva come nella sua archidiocesi la collazione del beneficio parrocchiale aveva luogo con un doppio atto: "Parochus in beneficium instituendus invitatur ad investituram, quae de regula a Vicario generali peragitur et quidem ita. Instituendus genuflexus recitat professionem fidei Tridentiono-Vaticanam eaque finita addit iuramentum: 'Praterea ego N. N. spondeo, voveo ac iuro.....'. Deinde Vicarius generalis accipit biretum, capiti instituendi imponit et dicit:
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'Ego, N. N., Vicarius generalis, investio te, N. N., in parochiam N. et do tibi potestatem verbum Dei annuntiandi, sacramenta conficiendi, aliaque munia parochialia exercendi et administrandi, fructusque ex iis provenientes in tuam ac praefatae N. ecclesiae utilitatem percipiendi. Idque in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen'. - Die huiusce functionis investitura dictae vel alio aliquo die non multum distante et in ipsa investitura ad computos faciliores reddendos enunciato, e. gr. 1a  die mensis N. N., cessant proventus, quibus ita investitus hucusque ex beneficio aliquo ecclesiastico fruebatur, et acquiruntur fructus ex beneficio parochiali, ad quod investitus est ipseque obligatur applicare Missam pro parochianis suis, et quam primum fieri potest, domicilium suum in parochiam suam transfert. - Postea aliquando decanus foraneus vel alius sacerdos ab Episcopo deputatus investituum solemniter inducit un ecclesiam prochialem eique libros parochiales et peculium ecclesiae ac beneficii tradit, qui actus installatio vocatur". E il Revmo Arcivescovo concludeva: "Quum in hoc dissensu de ipso sacramenti valore agatur, placeat Sanctitati Vestrae decernere, quaenam Olomucii ex hisce duabus diebus sit illa dies adeptae possessionis beneficii, num dies investiturae supra dictae, an dies installationis item supra dictae".
E cotesta S. Congregazione rispose: "Nomine possessionis hic intellegi illum actum, qui sive institutio corporalis, sive inthronizatio, sive installatio, sive aliter nuncupaetur, tamen
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semper id efficit, ut institutus in beneficium exinde adipiscatur liberum exercitium potestatis, suo officio adnexae".
La Curia arcivescovile interpretò questo Rescritto nel modo seguente: "Ex hoc Rescripto patet, nomine possessionis apud nos intelligi investituram" (Cfr.  Archiv für katholisches Kirchenrecht , vol. 89, 1909, pagg. 327-329).
Il De Smet nel suo Tractatus theologico-canonicus de Sponsalibus et Matrimonio , editio quarta (inde a Codice altera), Brugis 1927, pag. 90 not. 1, riferisce quanto al Belgio: "In diocesi Brugensi solet illa possessionis captio fieri in primo accessu ad parochiam, in aliis diocesibus fit potius in ipsa installatione sollemni".
Per l'Olanda il Vlaming , Praelectiones iuris matrimonii , II, pag. 183 n. 1, scrive: "In diocesi Harlemensi ille actus est acceptio 'litterarum maiorum' quae fidei professionem praestitumque coram Deo iuramentum consequitur. Igitur litteris istis a neo-parocho acceptis statim expirat facultas illa delegata, qua antea fruebatur vicarius oeconomus (deservitor) ab Ordinario constitutus".
Nell'Austria, secondo l' Haring , Grundzüge des kathol. Kirchenrechtes , II, pag. 624, la presa di possesso ha luogo nel modo seguente: "La investitura dei benefici comuni si divide per lo più in due atti: nella investitura verbalis, compiuta dal Vescovo o dal suo Delegato, e nella investitura realis od immissione nelle temporalità per mezzo del Commissario vescovile (Decano)".
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E nella nota 5 osserva: "La cosiddetta installazione del parroco è semplicemente una solennità ecclesiastica senza importanza giuridica".
Per venire ora a parlare più particolarmente della Germania, l' Hinschius , giurista protestante, ma assai erudito, così scriveva nell'opera Das Kirchenrecht der Katholiken und Protestanten in Deutschland , Berlin, 1880, t. III pag. 4: "La immissione in possessio (Besitzeinweisung) dell'ufficio ha luogo di regola per mezzo del decano o dell'arciprete (il quale tuttavia in ogni singolo caso riceve per ciò uno speciale incarico del Vescovo o della Curia vescovile). Per i parroci essa ha luogo nella chiesa parrocchiale, insieme ad una funzione religiosa, colla consegna di alcuni simboli, per esempio delle chiavi della Chiesa e dell'archivio parrocchiale".
Vario è invece il modo di esprimersi dei Canonisti tedeschi contemporanei. - Così l' Eichmann , professore di diritto canonico nella Facoltà teologica della Università di Monaco (Baviera), nel suo Lehrbuch des Kirchenrechts auf Grund des Codex iuris canonici , ediz. 2 a , Paderborn 1926, pag. 205, sembra considerare come due atti distinti la missio in possessionem e la institutio corporalis: "La nomina alla parrocchia si compie dal Vescovo per mezzo del decreto di collazione. La istituzione canonica,
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vale a dire la ufficiale immissione in possesso (die amtliche Besitzeinweisung), ha luogo di regola per mezzo del Vicario generale, nella forma in uso nella diocesi, dopo emessa la professione di fede (c. 1406 § 1 n. 7); la facoltà di esercitare la cura delle anime è unita colla immissione in possesso. Al parroco viene rilasciato un certificato dell'vvenuta istituzione (Investiturbrief). Dopo di ciò si ha la installazione, ordinariamente per mezzo del decano, a norma di una istruzione vescovile (cfr. cc. 1443-44)".
Anche il Linneborn , Grundriß des Eherechts nach dem Codex Iuris Canonici , Paderborn 1922, pagg. 317-318, ritiene la installazione quale una ceremonia senza importanza giuridica: "Nelle diocesi prussiane era finora in uso che dopo la collazione del beneficio per mezzo dell'Ordinario (collatio, institutio, etc.) il parroco ricevesse la investitura dall'Ordinario nella sede stessa della Curia vescovile. Per emettere il giuramento antimodernista il nuovo parroco doveva presentarsi personalmente, affine di ricevere poscia l'investitura. Dopo questa installazione (Einweisung) nel suo ufficio il parroco era autorizzato ad assistere ai matrimoni. La di lui introduzione (Einführung) nella parrocchia, fatta con alcune solennità dal decano o da altro ecclesiastico a ciò incaricato, non aveva più alcuna importanza giiuridica".
Invece il Leitner , Lehrbuch des katholischen Eherechts , ed. 3a, pag. 194, pur ammettendo la validità di tale modo di pre-
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sa di possesso, sembra fondarlo sulla facoltà di dispensa spettante, come si è accennato, all'Ordinario. "Un decreto della Curia vescovile di Passavia (egli osserva) stabiliva quanto appresso: 'La valida assistenza ai matrimoni .... dinanzi a quei parroci, per i quali ha luogo una investitura, comincia dal giorno in cui, dopo ottenuta l'investitura, prendono possesso della parrocchia' (senza speciale formalità). Esso vale pienamente anche dopo l'entrata in vigore del Codice. - Anzi nel nuovo diritto vale ora anche la dichiarazione della Curia di Olomütz: 'Ex hoc Rescripto patet, nomine possessionis apud nos intelligi investituram'. Infatti, sebbene l'investitura (institutio tituli collativa) non importi nessuna presa corporale di possesso, tuttavia l'Ordinario può dispensare dalla medesima, e questa dispensa (anche habitualis) vale per la presa di possesso".
Anche la prassi è in Germania differente nelle varie diocesi, eziandio nell'ambito della stessa Provincia. I Vescovi della Provincia ecclesiastica del Reno inferiore avevano nella conferenza tenuta in Colonia il 20 Febbraio 1918 deliberato di addivenire ad un regolamento uniforme delle institutio corporalis; ma tale disegno non è stato sinora mandato ad effetto (cfr.  Linneborn, op. cit., pag. 318). Alcuni recenti Sinodi diocesani hanno preso delle disposizioni al riguardo, e qualche Ordinario ha emanato speciali ordinanze sull'argomento. - Prescindendo tuttavia, da differenze accidentali, le diocesi della Germania
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possono dividersi nella presente materia in due gruppi.
I. Nelle diocesi del primo gruppo la missio in possessionem seu institutio corporalis nel senso del can. 1443 § 2 ha luogo nella Curia vescovile immediatamente dopo la professione di fede, mentre la introduzione od installazione, che ha luogo più tardi per mezzo del decano, si considera come una semplice cerimonia senza effetto giuridico. A questo gruppo appartengono:
1°) la diocesi di Fulda. In essa, come risulta dalla istanza di quel Revmo Vescovo, la missio in possessionem si considerava prima come inclusa nel decreto di collazione della parrocchia, e la institutio corporalis o introductio sollemnis per decanum come una pura cerimonia ovvero quasi come un complemento della già avvenuta immissione in possesso. In tal guisa il nuovo parroco sin dal giorno indicato nel decreto di collazione cominciava ad esercitare gli atti del suo ufficio, compresa la delegazione per l'assistenza di matrimoni. Per togliere le incertezze ed i dubbi sorti in seguito ad una simile prassi, il sullodato Vescovo emanò in data del 23 Giugno 1927 una ordinanza, pubblicata nel Bollettino diocesano N. IX del 1° Settembre s. a., in cui si dispone che il nuovo parroco si debba presentare nella residenza del Vicario generale per la professione di fede il giorno stesso, a partire dal quale, secondo il decreto di collazione, gli viene conferita la parrocchia; il Vicario generale od il suo rappresentante gli rivolgono una dichiarazione, la quale deve essere considerata come missio in possessionem nel senso
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del canone 1444. Qualora al nuovo parroco non sia possibile per giusta causa di presentarsi nel giorno prescritto alla Curia vescovile, si provvede per mezzo di dispensa a norma del succitato canone.
2°) la diocesi di Paderborn. Dopo la designatio personae si compie la provisio canonica (collatio libera, institutio, confirmatio, admissio) per mezzo della trasmissione del decreto di collazione. Quindi il neo-eletto parroco si reca dal Vicario generale per emettere la professione di fede prescritta dal canone 1443 § 1 e prestare il cosiddetto giuramento antimodernista. Colla professione di fede viene congiunta la missio in possessionem o institutio corporalis, la quale si compie come appresso:
Il parroco pronunzia il giuramento per il fedele adempimento del suo ufficio secondo la formula seguente:
Formula Juramenti a Pastoribus tempore investiturae praestandi.
Insuper iuro et promitto, quod ex hac hora Domino meo Ordinario et eius successoribus ac illis Praelatis meis pro tempore in licitis et honestis reverenter obediam; Parochialem Ecclesiam N. mihi collatam per me vel alium de licentia Ordinarii mei in divinis deserviam; bona, iura et fructus Ecclesiae meae non alienabo, nisi forte de consensu Episcopi, Ordinarii mei, et cum dictae Ecclesiae emolumento: deperdita forte et alienata pro posse et nosse recuperabo et recuperata fideliter conservabo et omnia et singula in litteris fundationis, collationis et in
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vestiturae contenta diligenter observabo, sine dolo et fraude.
Sic me Deus....
Segue quindi l'atto della missio in possessionem mediante la consegna della berretta:
Formula Investiturae Pastoris.
Is, cui ius investiturae competit, imponens Biretum capiti investiendi dicit:
Super iuramento Deo et mihi praestito ac iuxta tenorem praesentium litterarum collationis mihi porrectarum, te ad hanc parochialem Ecclesiam N. per bireti mei capiti tuo impositionem admitto et investio, tibique eandem confero, curam animarum, custodiam sacrarum Reliquiarum et ornamentorum nec non bona eiusdem Ecclesiae in animam tuam fideliter committens. In nomine Patris .....
Le surriferite formule sono molto antiche. Esse si trovano già nello Speculum diaconale (ristampato in Paderborn 1755, pag. 112 e segg.), edito dal Vicario generale Laurentius a Dript (morto il 27 Aprile 1686).
Dopo questa missio in possessionem il parroco si considera come autorizzato ad esercitare tutte le funzioni nella sua parrocchia, ed il giorno, in cui si compie l'atto sopra descritto, vale come dies adeptae canonicae possessionis beneficii. Se il nuovo parroco non può per speciali circostanze esercitare da quel giorno il suo ufficio nella parrocchia, il Vicario generale provvede al tempo stesso a farlo supplire mediante la nomina di un Vicarius substitutus (can. 474).
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Finalmente il nuovo parroco viene per edificazione dei fedeli introdotto solennemente nella sua chiesa, senza tuttavia che ciò abbia alcun effetto giuridico per la missio in possessionem. Tale cerimonia si compie secondo un antico rito, stampato nell'Appendice al Rituale Romanum in usum dioeceseos Paderbonensis (1862).
3°) l'archidiocesi di Colonia. Anche qui la missio in possessionem del parroco si effettua dall'Ordinario (o dal suo rappresentante) immediatamente dopo la emissione della professio fidei, del giuramento antimodernista e del giuramento di fedele adempimento dell'ufficio. Il rito di questa investitura trovasi nella Collectio Rituum Archid. Colon. , IX, c. 2, e nella relativa formula si legge il seguente passo: "Tibi pastoratum in N. vacantem conferimus teque ad eunden [sic] instituimus et investimus atque in realem et actualem possessionem eiusdem, amoto quovis illegitimo detentore, induci decernimus cum omni plenitudine iuris canonici, dantes et concedentes tibi omnimodam potestatem parochialem istam ecclesiam in N. regendi". La susseguente installazione per mezzo del decano o del suo rappresentante (cfr. la succitata Coll. Rit. Arch. Col. IX, 3: Modus introducendi novum parochum) è una semplice cerimonia senza effetto giuridico.
4°) la diocesi di Eichstätt, ove il Vicario generale, come sopra, usa la seguente formula: "Te ... canonice instituo et per bireti impositionem investio et te sic investitum immitto in possessionem dictae parochiae realem et actualem".
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La susseguente installazione è anche qui considerata come una formalità puramente esteriore senza alcun significato giuridico.
Una simile prassi è in uso altresì nell'archidiocesi di Monaco e Frisinga, nelle diocesi di Augsburg, di Magonza (ove la installazione per mezzo del decano è bensì prescritta, ma non quale elemento essenziale della missio in possessionem, essendo invece considerata come tale la redazione e la trasmissione del decreto di nomina), di Passavia (ove il Vicario generale dice: "Te ... ad ecclesiam parochialem N. recipimus et admittimus" e consegna il libro, le chiavi e la berretta), di Ratisbona (ove il Vicario generale consegna il breviario e la berretta), di Spira.
II. Nelle diocesi del secondo gruppo invece la presa di possesso si compie nela parrocchia stessa coll'installazione del nuovo parroco nella sua chiesa per mezzo del decano.
Così nella diocesi di Breslavia, ove l'institutio corporalis si ha nella solenne introduzione del nuovo parroco fatta per incarico dell'ordinario dell'arciprete o vicario foraneo, secondo il rito prescritto nel Rituale Vratislaviense Romano accomodatum (1847): "Introductio novi Plebani seu Beneficiati", pag. 467 e segg. L'"esecutore", esaminate le lettere originali d'investitura o provvista del beneficio, alla presenza del clero e del popolo, consegna all'"intronizzando" le chiavi della chiesa e lo introduce poi nella medesima. Quivi, sedendo in superiori gradu Altaris, fa leggere ad alta voce l'investitura del neo-bene-
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ficato e, dopo che questi ha emesso la professione di fede e prestato il giuramento, l'esecutore sorge e gli dà il possesso pronunziando la seguente formula:
"Authoritate et mandato Domini nostri Reverendissimi N. Episcopi N. mitto te in corporalem et actualem huius Ecclesiae possessionem, constituens te Rectorem ejus, in spiritualibus et temporalibus, ac curam animarum illius tibi committens, quam ita administrabis in animam tuam, ut in die judicii Deo rationem administrationis tuae reddere valeas. Et propterea tibi de ipsius fructibus et obventionibus ab his, quorum interest, responderi jubeo: In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti. Amen."
E similmente si procede nell'archidiocesi di Friburgo (cfr.  Archiv für kath. Kirchenrecht, vol. 7, 1862, pag. 130 § 13), e nelle diocesi di Limburgo, Münster, Rottenburg e Treviri.
Questo secondo modo sembra che per sè corrisponda meglio al concetto di missio in possessionem o institutio corporalis, analogamente anche a quanto il Codice prescrive per i Vescovi residenziali, i quali "canonicam diocesis possessionem capiunt simul ac in ipsa diocesi vel per se vel per procuratorem apostolicas litteras Capitulo ecclesiae cathedralis ostenderit" (can. 334 § 3). Tuttavia, data la larghezza della disposizione del can. 1444 § 1, e tenuta presente altresì la surriferita risposta di cotesta S. Congregazione al dubbio proposto dall'Arcivescovo di Olmütz, la quale pure sembra lasciare libertà in questa materia, pare, salvo meliori iudicio, che il modo prescritto dal Revmo Ve-
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scovo di Fulda col decreto del 23 Giugno 1927 sia valido. Per ciò poi che riguarda il tempo anteriore, l'umile sottoscritto non ha sotto gli occhi lo schema delle lettere di collazione annesso alla istanza di Mons. Schmitt; non osa quindi di esprimere un subordinato avviso circa il primo dei dubbi proposti nella medesima. Si permette nondimeno di notare, riferendosi altresì a quanto è accennato in principio del presente rispettoso Rapporto, come, secondo i canonisti anche prima del nuovo Codice (cfr. ad esempio Wernz , Jus decretalium, 1915, t. II p. II n. 446 e segg.), la collazione del beneficio costituisce un atto distinto dalla presa di possesso od institutio corporalis.
Chinato umilmente al bacio della Sacra Porpora, con sensi di profondissima venerazione ho l'onore di confermarmi
Di Vostra Eminenza Reverendissima
Umilissimo Devotissimo Obbligatissimo Servo
+ Eugenio Pacelli Arcivescovo di Sardi
Nunzio Apostolico
1Seitenzählung von den Editoren eingefügt.
2Die von Pacelli erwähnte Protokollnummer des Vatikans wurde im Verlauf der Bearbeitung der Angelegenheit durch die Konzilskongregation geändert. Der Vorgang erhielt die Nr. 1851.
Empfohlene Zitierweise
Pacelli, Eugenio an Sbarretti, Donato Raffaele vom 04. März 1929, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Dokument Nr. 14732, URL: www.pacelli-edition.de/Dokument/14732. Letzter Zugriff am: 25.06.2024.
Online seit 20.01.2020, letzte Änderung am 01.02.2022.