Georg Fuchs

* 15. Juni 1868, ✝ 16. Juni 1949
Schriftsteller, Theaterdirektor, Bayerischer Separatist, 1923 Verurteilung wegen Hoch- und Landesverrats
Analyse
Der 1923 zu fünf Jahren wegen Hoch- und Landesverrats verurteilte Schriftsteller und Theaterdirektor Georg Fuchs wird in der Literatur mit unterschiedlichen Vornamen geführt: Johann Georg Peter bzw. Georg Julius.
Pacellis spricht erstmals 1921 in einem ausführlichen Bericht über den bayerischen Separatismus von ihm unter dem Namen Professor Sachs ( Dokument Nr. 3422), wobei dem Nuntius noch nicht bekannt war, dass es sich bei Sachs tatsächlich um Fuchs handelte.
Fuchs suchte 1923 zur Vorbereitung seines Putschversuches auch den Pariser Nuntius Bonaventura Cerretti auf. Auch diesem stellte er sich als Professor Sachs vor. In der Abschrift des Nuntiaturberichts, den Gasparri dem Münchener Nuntius übermittelte, wurde über dem Namen "Sachs" handschriftlich "Fuchs" notiert ( Dokument Nr. 3298).
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Literatur
Fuchs, Georg Julius, in: Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik online, in: www.bundesarchiv.de (Letzter Zugriff am: 14.10.2013).
HÜBNER, Christoph, Blücherbund, 1922/23, Historisches Lexikon Bayerns, in: www.historisches-lexikon-bayerns.de (Letzter Zugriff am: 14.10.2013).
KAMPFFMEYER, Luise, Fuchs, Johann Georg Peter, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 678 f., in: www.deutsche-biographie.de (Letzter Zugriff am: 14.10.2013).
RUHWINKEL, Brigitte, Georg Fuchs – Theater als völkischer Ritus, in: PUSCHNER, Uwe u. a. (Hg.), Handbuch der "Völkischen Bewegung" 1871-1918, München 1999, S. 747-761.
VIAF: 37710571
Empfohlene Zitierweise
Georg Fuchs, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Biographie Nr. 20081, URL: www.pacelli-edition.de/gnd/118693980. Letzter Zugriff am: 01.06.2023.
Online seit 24.10.2013.
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