Militärsituation an der Westfront im Herbst 1918

Die Westfront war in verschiedene Abschnitte gespalten: Flandern, Somme, Verdun und Elsass. Mitte September 1918 stellten sich in der Champagne sowie zwischen den Argonnen und der Maas starke französische und amerikanische Truppen zum Angriff bereit. Die deutsche Argonnenbesatzung hielt jedoch stand, wenngleich die deutsche Front im Airetal und westlich der Maas tiefe Einbrüche durch die Amerikaner zu verkraften hatte.
Die letzte große Schlacht an der Westfront vollzog sich in der Nähe der Burg Verdun zwischen deutschen und französischen Truppen. Im Verlauf der Schlacht eroberten die Franzosen das Gebiet um den "Toten Mann". Ein weiteres Vorrücken war aufgrund der deutschen Defensive nicht möglich bis endlich Mitte September die US-Amerikanischen Truppen den St. Mihiel-Bogen durchdrangen. Die Oberste Heeresleitung musste daraufhin intern die deutsche Niederlage eingestehen.
Zwischen dem 10. und 13. Oktober bezog die deutsche Armee Stellung nördlich der Aire. Die französischen Truppen versuchten zwischen Vouziers und Grandpré die Front zu durchbrechen. Im Airetal übten die Amerikaner weiterhin Druck auf die deutsche Front aus. Rückzugskämpfe an die Maas folgten. Das deutsche Westheer zog sich am 4. November in die Antwerpen-Maas-Stellung zurück. Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft.
Literatur
BOURNE, John M., Westfront, in: HIRSCHFELD, Gerhard / KRUMEICH, Gerd / RENZ, Irina (Hg.), Enzyklopädie Erster Weltkrieg, Paderborn u. a. 2009, S. 960-967.
BRANDT, Susanne, Vom Kriegsschauplatz zum Gedächtnisraum. Die Westfront 1914- 1940, Baden-Baden 2000, S. 24-26.
Empfohlene Zitierweise
Militärsituation an der Westfront im Herbst 1918, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 13017, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/13017. Letzter Zugriff am: 20.07.2024.
Online seit 07.11.2011.
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