Französische Fremdenlegion

Die Fremdenlegion (Légion étrangère) ist eine zum französischen Heer gehörende Freiwilligentruppe, die sich sowohl aus französischen Staatsbürgern als auch aus im Ausland angeworbenen Söldnern verschiedener Nationen zusammensetzt. 1832 wurde die Fremdenlegion auf Initiative des französischen Königs Louis Philippe (1773-1850) zur Durchführung von Eroberungen in Afrika ins Leben gerufen. Auch in der Folgezeit war sie in fast allen Kolonialkriegen Frankreichs beteiligt. Seit ihrer Gründung untersteht sie dem direktem Befehl des französischen Staatsoberhaupts. Nach Ableistung einer Dienstzeit von fünf Jahren können ausländische Soldaten die französische Staatsbürgerschaft erwerben.
1931 lag die Stärke der Legion bei mindestens 18.000 Mann. Der Anteil der Deutschen unter den ausländischen Fremdenlegionären lag seinerzeit bei etwa 60 bis 70%.
Literatur
Fremdenlegion, in: Der große Herder 4 (41932), Sp. 1394.
JORDAN, David, Die Geschichte der französischen Fremdenlegion von 1831 bis heute, Stuttgart 2006, S. 6-70.
Empfohlene Zitierweise
Französische Fremdenlegion, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 1546, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/1546. Letzter Zugriff am: 04.03.2024.
Online seit 24.06.2016, letzte Änderung am 26.06.2019.
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