Bonifatiusverein

Der Bonifatiusverein wurde am 4. Oktober 1849 im Rahmen der 3. Generalversammlung der Katholischen Vereine Deutschlands in Regensburg ins Leben gerufen. Als "Missionsverein für Deutschland" setzte er sich die Diasporaseelsorge in Deutschland und der Deutschen in den Ostgebieten zum Ziel. Mit Unterstützung des Bonifatiusvereins wurden "Missionsstationen" errichtet, Kirchen und Schulen gebaut und Lehrer angestellt. Das galt nicht nur für die ländliche Diaspora, sondern mit zunehmender Industrialisierung auch für die Großstädte. Die deutschen Bischöfe forderten die Gläubigen im Jahr 1918 dazu auf, dass in jeder Gemeinde ein Bonifatiusverein existieren solle.
Die Finanzierung dieser Projekte lief teilweise über Spendensammlungen. Seit 1852 erschien das "Bonifatiusblatt" als Mitgliederzeitschrift. Im Jahr 1869 wurde die Bonifatius-Druckerei als wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen gegründet. Seit 1968 heißt der Verein "Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken".
Literatur
Aus der Geschichte des Bonifatiuswerkes, in: www.bonifatiuswerk.de (Letzter Zugriff am: 15.10.2013).
LENHART, Ludwig, Die Bonifatius-Renaissance des 19. Jahrhunderts, in: Sankt Bonifatius. Gedenkgabe zum zwölfhundertsten Todestag, Fulda 1954, S. 533-585.
WALF, Georg, Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e. V., in: Lexikon für Theologie und Kirche3 2 (1994), Sp. 582-583.
Empfohlene Zitierweise
Bonifatiusverein, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 2057, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/2057. Letzter Zugriff am: 08.12.2023.
Online seit 24.03.2010, letzte Änderung am 26.06.2019.
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