Schreiben Benedikts XV. an Gasparri vom 8. November 1918

In seinem Brief an Kardinalstaatssekretär Pietro Gasparri vom 8. November 1918 bezog sich Benedikt XV. auf die territorialen Auseinandersetzungen zwischen Italien und Österreich-Ungarn während des Ersten Weltkriegs. Er habe dem Nuntius in Wien Anweisung gegeben, dass er mit den unabhängigen Staaten, die am Ende des Kriegs aus der k.u.k. Monarchie entstanden, in freundschaftliche Beziehungen eintrete. "Es ist so, dass die Kirche, die societas perfecta, deren einziges Ziel die Heiligung der Menschen jeder Zeit und jeden Ortes ist, so wie sie sich an die verschiedenen Regierungsformen anpasst, auch ohne jegliche Schwierigkeiten die legitimen territorialen und politischen Veränderungen der Völker akzeptiert."
Quellen
"Egli è che la Chiesa, società perfetta, che ha per unico fine la santificazione degli uomini di ogni tempo e paese, come si adatta alle diverse forme di Governo, così accetta senza veruna difficoltà le legittime variazioni territoriali e politiche dei popoli.", in: Ad Petrum S. R. E. Card. Gasparri, a secretis status, post pactas Italiam inter et Austriam indutias, in: Acta Apostolicae Sedis 10 (1918), S. 478 f., hier 478, in: www.vatican.va (Letzter Zugriff am: 10.02.2016).
Lettera del Santo Padre al Cardinale Segretrio di Stato, in: Osservatore Romano Nr. 311 vom 10. November 1918, S. 1.
Empfohlene Zitierweise
Schreiben Benedikts XV. an Gasparri vom 8. November 1918, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 2085, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/2085. Letzter Zugriff am: 04.03.2024.
Online seit 17.06.2011, letzte Änderung am 26.06.2019.
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