Fuldaer Bischofskonferenz 1927 vom 9.-11. August, Nr. 02

"In der Besprechung über die Verhandlungen betr. eines Konkordats nimmt die Konferenz zunächst Stellung zu der Denkschrift des Herrn Prof. Dr. Heyer, zeitigen Konsultors des preußischen Kultusministeriums, über die Zirkumskription der Diözesen in Preußen. Die einzelnen Ordinarien äußern sich zu den gemachten Vorschlägen und geben eine schriftliche Erklärung dem Vorsitzenden der Konferenz zur weiteren Bearbeitung gemäß den Intentionen der Konferenz. Ein Memorandum des Domkapitels in Paderborn soll zunächst den beteiligten Diözesen zugestellt werden, damit auch die Kapitel dieser Diözesen sich äußern können. Dann wird die Stellungnahme dem Herrn Nuntius mitgeteilt werden.
Die Konferenz einigt sich über die Anträge betr. Dotationen der Bistümer, ist zugleich der Ansicht, daß ein vollständiger Wegfall der Diözesansteuer für die Zukunft nicht zu erreichen sein wird.
Zur Abwehr der gegen den Beschluß eines Konkordates von nichtkatholischen Kreisen veranstalteten Bewegung stellt die Konferenz eine öffentliche Erklärung für die Berechtigung eines Konkordates fest, die sogleich der Presse übergeben wird."
Quellen
Protokoll der Fuldaer Bischofskonferenz vom 9.-11. August 1927, in: HÜRTEN, Heinz (Bearb.), Akten deutscher Bischöfe über die Lage der Kirche 1918-1933, Bd. 2: 1926-1933 (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte A 51), Paderborn u. a. 2007, Nr. 406, S. 815-827, hier 816.
Literatur
Fuldaer Bischofskonferenz 1927 vom 9.-11. August; Schlagwort Nr. 1938.
Empfohlene Zitierweise
Fuldaer Bischofskonferenz 1927 vom 9.-11. August, Nr. 02, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 3436, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/3436. Letzter Zugriff am: 01.12.2022.
Online seit 20.01.2020.
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